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Gedicht "Das Gemunkl um die Lätzkungl"

(von einem Linkenheimer Bürger)

Meine Ur- Urgroßmutter die hatte 'nen Unkl
Der wußte gar manches in Sachen Lätzkungl.
So erfuhr ich, ich schwöre, durch heimlich Gemunkl
Die Legende vom Wirtshaus "Zur blauen Rapunzl"

Vor urgrauen Zeiten stand mitten im Dschungl
gleich hinter'm Hexenbrückl in der Lätzkungl
eine uralte Schänke, ein übles Spelunkl
Weithin bekannt, als "Zur blauen Rapunzl"

Die Wirtin war so eine schlampige Schrumpl
vom Kopf bis zum Fuß eine einzige Runzl
Die Dienstmagd war noch 'ne viel größere Schlumpl
Zehnmal so dick wie die dickeste Runkl

Und wurde es abends dann dusper und dunkl
Leuchtete weit sichtbar die knallrote Funzl
Zog unwiderstehlich die Zecherkumpl
Und auch vom Dorf manch' liederich Lumpl

Es schlichen die streitköpfles Schmugglerhalunkl
Auch lahme Krüppel mit Steltzbeingehumpl
Sie soffen den saueren Quellendeichbrunsl
Bei Kreutzotter-Schnitzel und Soß´ aus Ranunkl

Beim Schnaps, dem grünen Teufelskolbenfunsl
Ertönte ein höllisches Trommelgetrummbl
Dann fegte sie los, die alte Schrumpl
Und. tanzte wie besessen den Heck- Pasadumbl

Und mit Geboller und Rumpl di Pumpl
Kam angetramplt die andere Wumpl
Und mit Geschrei, Gegröl und Gekrunzl
Wackelte die Hütte heim Schluttenloch- Rumbl

Bis morgens um vier ging das wilde Geschunkl
Dann erhob unerbittlich die alte den Dumbl
Und kurz vor Tag, noch beim Dämmerdunkl
Schmissen sie raus das Säufergesundl

Lagen draußen zerstreut wie die Reisigbundl
Einige staken kopfvor im Sumpfl
Plumpsten ermattet ins Lienschblätterkrumpl
Der Rest kroch erschöpft in die Weidenstumpl

Des Tag's vor der Stiege das zottige Hundl
Hielt Wache bis zum Mittags-Stundl
Auf dem Strohdach, des abends, die schwarze Munzl
Schielte zum Mond und zum ersten Kundl

So ging es vom Janus bis zum Dezumbl
Jahrein und jahraus dasselbe Gerumpl
Auch mancher tapfere Fischerkumpl
Verlor dort sein Haus, Weib, Hof und Grundl

Für die ehrlichen Bürger von Linkenhumbl
War der nächtliche Spuck in dem wilden Spelunkl
Ein Sodemgamurra, eine schlimme Karfunkl
Daher auch der Name der "lätzen Kungl"

Anno dreizehn, um Lichtmeß, zwischen seh'sch'me'net'un
dunkl, kamen die. Zünsler mit Zunder und Zundl.
Bis lichterloh brannte die "Blaue Rapunzl"
In Asche versank mit Rumpf und Stumpfl

Und sitz't du beim Aalfisch im Sternengefunkl
Dann hörst du durch Büsche und Bäume Gemunkl
Bin dumpfes Gerumpl aus Richtung Lätzkungl
Wie einst in der Schänke zur blauen Rapunzl

Und abends im Winter bei knallroter Funsl
Hör'st manchmal sogar die alte Schrumpl

Event 2018

 

Unser 8. Linkema

Hexenball im Bürgerhaus

         27.01.2018       

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